Abend mit Einheimischen

wie bereits angekündigt, nun einen Bericht zu unserem Abend mit Cham (der malayische Concierge) und seiner Freundin, deren Namen mir wieder entfallen ist.

Also: Sie kommt aus Luzon und hat zwei Kinder, die bei ihren Eltern auf den Philippinen leben. Ihr Mann, Amerikaner, hat sie sitzen lassen, zahlt keinen Unterhalt, also ging sie nach Malaysia und arbeitet in einem Japanischen Restaurant an der Bar. Dort trafen wir sie..Nach dem üblichen wo kommt ihr her, wie gefällt’s, erzählte sie eben beschriebenes und dass, 3 Hocker weiter Boyfriend sitzt, der ihr eine große Unterstützung sei.

Ich verschwand nur einen kurzen kleinen Augenblick für Ladies, als Thomas und Cham schon im vertrautesten Gespräch sich befanden. Der interessante Part fand allerdings erst zu späterer Stunde statt, so redet man ja nunmal nicht gleich in einem strang moslemischen Land über Religion.

Er vertraute uns an, dass er sich eher als Atheist sehe, aber das Muslim Staatsrelisgion ist er diese nicht einfach abwählen könne. Auch sei es ihm nicht erlaubt seine Freundin zu heiraten. Er als Muslim darf nur eine Muslima heiraten. Selbst wenn sie auf den Philippinen heiraten, würde diese Ehe nicht anerkannt werden. Die beiden leben in “wilder Ehe” seit vier Jahren, was streng verboten sei. Auch steht in malayischen Pässen, dass die Einreise in Israel nicht erlaubt ist. Malaysia wirkt sehr modern und religiös aufgeschlossen, trotz vieler Frauen mit Kopftuch oder Burka, aber es scheint ne Menge Grenzen zu geben.

Ich bin schon sehr froh, dass wir immer schnell in Kontakt mit Einheimischen kommen. So erfährt man doch immer das ein oder andere, was nicht im Reiseführer steht.

Noch eine kleine Anekdote zum Schluss:

Beim üblichen “Wo kommt ihr her”, vermutete die nette Bedienung, Thomas käme aus Europa und ich aus Ami-Land. Er hätte so einen deutschen Akzent und meiner sei so amerikanisch. Das ist wirklich zum totlachen. Besteht doch meine einzige Erfahrung mit Amerika aus 5 Tagen New York. Bücher die ich in englisch lese, lassen meinen Akzent auch nicht trainieren und Filme im Orginal sehen wir selten.

Zumal doch Thomaslein auch noch ein halber Ami ist…wir haben sehr über dieses Paradoxum schmunzeln müssen….

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